| 2WD Short Course - Was ist das? |
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| Sonntag, den 31. Oktober 2010 um 08:25 Uhr |
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Im Maßstab 1:1 erfreuen sich Short-Course-Rennen in den Vereinigten Staaten schon seit Langem enormer Beliebtheit. Die etablierten 1:10er Stadium Trucks haben hier ihre Wurzeln: Pick-Ups bieten auf einem kurzen, abgesteckten Rundkurs mit zahlreichen Sprüngen Motorport vom Feinsten. Die packenden Zweikämpfe Rad an Rad können unsere "Monster" aber nicht bieten: Ähnlich wie in der Formel 1 kommt es durch die freiliegenden Räder schnell zu Überschlägen. Vor einigen Jahren hatte der amerikanische Hersteller dann die durchschlagende Idee, die großen Räder mit einer Karosserie abzudecken: Der Slash war geboren. Noch Anfang 2009 war der Texaner allein auf weiter Flur. Der günstige Preis, die Robustheit und das tolle Fahrbild der 2WD-Fahrzeuge brachten so viele Leute ins Hobby, dass die anderen Hersteller auch ein Stückchen vom Kuchen abhaben wollten. Die US-Hersteller Team Associated, Losi und HPI zogen nach, und mit Kyosho ist mittlerweile auch ein japanischer Hersteller vertreten. Schnell gab es Befürchtungen, dass der tiefere Schwerpunkt des Team Associated SC10 den höheren Fahrzeugen Slash und Losi Strike das Wasser abgraben würde. Bei ähnlicher Motorisierung und gleichen Reifen stellte sich aber schnell heraus, dass der SC10 eine kleine Diva ist und gut auf die Strecke abgestimmt werden muss, während der Slash mit einer einfachen Grundabstimmung immer läuft. Natürlich kann man auch hier mit ein wenig Abstimmungsarbeit einiges herausholen… Um es kurz zu fassen: Der Slash wird sich in der 2WD SC Stock-Klasse mit ein wenig Abstimmungsarbeit nicht vor den anderen Fahrzeugen verstecken müssen. Andere Fahrzeuge? Wir versuchen im Folgenden euch einen kleinen Überblick in chronologischer Reihenfolge zu verschaffen.
Traxxas Slash
Traxxas Slash RTR Der Slash ist der Urvater aller Short Course Trucks. Günstig, robust, wasserdicht. Die Stoßdämpfer haben Klipse zur Einstellung der Bodenfreiheit und progressive Federn, die vermutlich für das universelle Fahrverhalten verantwortlich sind. Verbesserungswürdig ist eigentlich nur die Getriebeabdeckung. Die Felgen vorne und hinten haben ein unterschiedliches Offset. Für Leute, die ein unkompliziertes Fahrzeug suchen oder die gerade erst mit dem Hobby anfangen möchten ist der Slash erste Wahl. Und wasserdicht ist er auch noch!
Team Associated SC10 RTR/Kit/Factory Team Der SC10 basiert auf dem Stadium Truck RC10T4, wobei die Vorderachse aber aus dem RC10GT2 mit Nitro-Motor stammt. Die Radaufnahmen wurden vom T4 übernommen. Er lässt sich an verschiedenste Streckenverhältnisse anpassen, aber wenn man nicht genau weiß, was man tut, hat man schnell ein unzähmbares Biest vor sich. Die berühmten Asso-Dämpfer sind aus Aluminium und funktionieren im gewarteten Zustand gut, verlieren aber schnell Öl; die Einstellung der Bodenfreiheit erfolgt mit Klipsen. Beim SC10 kommen größtenteils zöllige Schrauben zum Einsatz, eine gut sortierte Werkzeugkiste empfiehlt sich. Die Schwachstellen der ersten Serien (Felgen, Differential, zu wenig Vorspur hinten, falsche Federn) scheinen bei den aktuellen Fahrzeugen behoben worden zu sein.
Der Losi Strike ist neben dem Slash die einzig "höhergelegte" Plattform: Die Radaufhängungen sind durch Distanzstücke ein gutes Stück unterhalb der Chassisplatte montiert. Die Schrauben sind wie beim Asso ein Mix aus zölligen und metrischen Schrauben. Auffällig sind das schmale Chassis und der Mittelmotor, durch den der Strike ein wenig agiler erscheint als der Slash. Das Fahrzeug hat eigentümliche Radmitnehmer: Hinten (abnehmbare Sechskantmitnehmer) können die gleichen Felgen wie bei beiden obengenannten Fahrzeugen gefahren werden, vorne passt ohne Umbau nichts anderes problemfrei als die Baukastenfelgen: ein Lager kommt direkt in die Felge, das andere sitzt im Radmitnehmer; das Offset ist anders als beim SC10. Die Gewindedämpfer aus Aluminium sind gut, die Federn ein wenig zu weich. Ein Schwachpunkt ist das Zwischenzahnrad aus Aluminium. Mit anderen Federn (Tipp: vorne Asso rot, hinten Asso blau) und einem Stahlzahnrad ist der Strike ein gutmütiges und robustes Fahrzeug. Für Ästheten ist er sicherlich wenig geeignet, undandere Karossen passen nicht ohne weiteres.
Der Blitz geht ähnlich wie der SC10 aus einem Stadium-Truck hervor: Hier ist es der E-Firestorm, der eher für Basher als für Rennfahrer gedacht war, und entsprechend robust ist das Fahrzeug auch. Der Blitz ist der logische Kompromiss aus Slash und SC10: Metrische Schrauben, niedriger Schwerpunkt, gutmütiges Fahrverhalten, Gewindedämpfer aus Kunststoff… Zu Beginn wurde bemängelt, dass er nicht um die Ecke kommt, aber mit ein wenig Abstimmungsarbeit lässt sich das gut beheben. Vorne und hinten kommen die gleichen Felgen zum Einsatz, die hinten ebenfalls auf den Slash und den Strike passen. In Deutschland ist der Blitz leider etwas teurer als die anderen Trucks, ansonsten wäre er sicherlich weiter verbreitet.
Der Ultima SC geht auch auf einen Stadium Truck zurück, diesmal ist es der Ultima RT-5. Der Ultima lässt sich von der Ausstattung ganz gut mit dem Blitz vergleichen, ist jedoch einen Hauch rennorientierter und damit fragiler – nach Aussagen einiger Fahrer insbesondere die T-Platte. Ersatzteile gibt es bei Kyosho direkt, man sollte die Preise durchaus mit denen anderer Hersteller vergleichen. Die Reifen sind sehr gut und dürften im Laufe der Saison auf einigen anderen Trucks zu sehen sein!
Nachdem der Strike bei den Losi- Stammkunden nicht gut ankam und auch die ROAR-Abmessungen nicht einhielt, wurde –etwas spät, wie viele meinen – der bewährt XXX-T aus der Versenkung geholt und einer ähnlichen Kur wie beim SC10, Blitz und Ultima SC unterzogen. In der Tat finden sich diverse Details anderer Fahrzeuge wieder, z.B. die Scharniere an den Rammern wie beim Blitz. Über die Leistungsfähigkeit lässt sich noch nichts sagen, das Fahrzeug wird erst gegen Ende des Jahres erscheinen. |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 31. Januar 2011 um 21:02 Uhr |
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